Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Mühlen bauen.
oder anders gesagt: Win-Win statt Konkurrenz

Wann immer Interessen, Ziele oder Wertvorstellungen von Personen, Gruppen oder Staaten miteinander unvereinbar sind oder unvereinbar erscheinen, spricht man von einem Konflikt. Das Wort leitet sich lt. Wikipedia vom lateinischen confligere = zusammentreffen, kämpfen ab.
Konflikte gehören zur Menschheit. Sie lassen sich nicht verbieten. Daher bemühen sich seit der Antike die Menschen um Lösungen für ein friedliches Zusammenleben, um ein Win-Win statt Konkurrenz. Ganz im Sinne des holländischen Sprichwortes bauen sie immer wieder Mühlen des Miteinanders.

Mediation – die Mühle im Konfliktwind?

Die Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren, um in Konflikten zu vermitteln und zu deeskalieren. Sie begegnet dem Konfliktchaos mit einem strukturierenden Prozess und gibt so den Konfliktparteien Klarheit und Orientierung.
Neben Kooperation und Konsens ist vor allem die freiwillige Teilnahme ein elementarer Baustein einer gelingenden Mediation, weil nur so kann sie sich in ihrem Wirken lösung- und zielorientiert auf die Zukunft richten.

Basis der Mediation ist die innere Haltung, dass jeder Mensch und jede Organisation fähig ist, Probleme zu lösen. Es werden Gesprächs- und Fragestrategien eingesetzt, die von einem systemischen Ansatz ausgehen. Sie unterbrechen sie das „Wer hat Recht?“-Spiel der Beteiligten und führen so zu einem Dialog, in dem Menschen ohne Urteile und Schuldzuweisungen miteinander sprechen. Damit befähigen sie zu einer Aussprache, die getragen ist von Zuhören und von Respektieren der Sicht des Anderen.

Die Mediation orientiert sich am Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation, die von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Er ist davon überzeugt, dass Konflikte umso leichter bearbeitet und zufriedenstellend gelöst werden können, je klarer die Beteiligten die eigenen Bedürfnisse und Anliegen (er)kennen und formulieren können.

Vom KonfliktGegner zum VerhandlungsPartner und LösungsErfinder

Ein unabhängiger, allparteilicher, neutraler Mittler – der Mediator oder die Mediatorin
• begleitet diesen Wandel von der Konkurrenz zur Kooperation;
• leitet und strukturiert den Klärungsprozess;
• fördert die Fähigkeit der Konfliktbeteiligten, sich mit eigener Kraft ihre Lösungsmühle zu bauen.

Es ist einfach, wenn auch nicht immer leicht

Jedoch, wer es wagt, dem ist die Mediation ein wertvolles Werkzeug. Dank der Mithilfe des allparteilichen Dritten nutzen die KonfliktGegner die stürmische Energie ihres Streites zum beiderseitigen Vorteil. Aus dem Verhandeln einer zukünftigen Win-Win-Situation resultiert für die LösungsErfinder eine faire und nachhaltig wirkende Vereinbarung.