Das Leben ist ein ständiges Loslassen.
Nur wer loslassen kann, hat beide Hände frei,
um nach Neuem zu greifen.

Weise Worte aus dem Romanfragment “Der Prozess” von Franz Kafka. Es beschreibt ein von Justitia geschaffenes Paralleluniversum, in dem Grundrechte verletzt werden. Literarisch verarbeitet der österreichische Schriftsteller in diesem Werk seinen schmerzhaften Lebenskonflikt. Kafka träumte von einer Existenz als freier Schriftsteller. Stattdessen ging er der wenig geliebten Arbeit als Versicherungsangestellter nach, die ihm die wirtschaftliche Basis für Eheschließung und Familiengründung sichern konnte. Schlussendlich entscheidet er sich für die Trennung von seiner Verlobten. In seinem Aufarbeiten gestaltet Kafka eine groteske und offensichtlich irreale Welt, in der sein Held, der Bankangestellte K. auf Rätsel trifft, die der Autor nicht beantwortet. Im Gegenteil: Kafka fordert den Leser heraus, selbst Fragen zu stellen und Antworten zu finden.

Oftmals ist das Fragen ein schwieriges Unterfangen
Die Situation erscheint zu verworren.
Die Befangenheit in einem Lebenskonflikt ist zu groß.
Die Begegnung mit dem Konfliktgegner wird als schwer erträglich empfunden.
Das verständnisvolle Miteinander ist in einem belastendes Schweigen verstummt.

Jedoch Fragen erweitern den Horizont
Genau hier kommt die Mediation ins Spiel. Sie ist eine hilfreiche Methode, mit der sich Menschen und Organisationen aus belastenden Konfliktsituationen befreien können. Unterstützt von einem vermittelnden Dritten, der Konflikt-Klärerin, entsteht ein geschützter Raum. Hier begegnen sich Fragen und Antworten – hörbar und wahrnehmbar für alle Beteiligten. Losgelöst von Schuldzuweisungen und Vorwürfen erhebt sich der Blick aus den Tiefen des Lebenskonfliktes hinauf zu neuen Perspektiven, die ergriffen werden können.